Castor-Alarm: Proteste in Jülich, Bottrop & Ahaus

(Beitragsbild: © Philip Steckel)

Tag X2: Castor-Transport Jülich-Ahaus am 21.4.

Protest-Aktionen in Jülich, Bottrop & Ahaus

Demo in Ahaus auf Castor-Transportroute

  • 18.00 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich
  • 18.00 Uhr: Auftakt-Kundgebung in Ahaus am Rathaus, anschließend Demo
  • circa 19.00 Uhr: symbolische Blockade auf Transportroute in Ahaus
  • circa 20.00 Uhr : nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus
  • 20.30 Uhr: Mahnwache in Bottrop Fernewaldstraße/Oberhausener Straße

In Jülich findet wieder ab 18 Uhr eine Dauer-Mahnwache vor dem Forschungszentrum Jülich statt, die genaue Adresse lautet: Ecke Wilhem-Johnen-Straße/Stetternicher Staatsforst Straße. Hier rechnen die Initiativen wieder mit Einschränkungen bei der Anreise, bisher blieben Anfragen an die Rurtalbahn zum Ausfall des Haltepunktes „Forschungszentrum“ unbeantwortet.

Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich macht deutlich: „Es handelt sich um eine angemeldete Mahnwache, die Polizei muss also den Zugang im Rahmen des Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit gewähren – und das diesmal bitte ohne lange Umwege!“

In Ahaus gibt es um 18 Uhr eine Auftaktkundgebung vor dem Rathaus mit anschließender Demonstration zur Transportstrecke an der Kreuzung Schöppinger Straße/Schorlemer Straße. Hier hat die Polizei inzwischen einer symbolischen Blockade in Form eines aus Menschen gebildeten, großen X auf der Transportroute zugestimmt. Ebenso darf anschließend ein Demonstrationszug über die Transportroute der Schöppinger Straße zum Ahauser Atommülllager ziehen. Dort findet wieder eine Mahnwache statt, bis der Castor das Zwischenlager erreicht.

„Uns ist wichtig, unseren Protest auch dort kundzutun, wo das Atommüll-Dilemma sichtbar wird“, so Heiner Möllers von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in  Ahaus“. „Hier wird jahrelang Atommüll von A nach B gekarrt und Herr Spahn faselt davon, im Abbau befindliche AKW wieder in Betrieb zu nehmen – so einen Unfug nehmen wir nicht hin!“

In Bottrop haben Aktivist_innen ab 20.30 Uhr eine Mahnwache an der Kreuzung Fernewaldstraße/Oberhausener Straße angemeldet. Wenn der Castor in Jülich losfährt, soll die Mahnwache mit leuchtenden Xen auf die beiden Autobahnbrücken über die A2 verlagert werden.

„Wir haben die Aktion bei der Polizei angemeldet, sollte es Auflagen geben, mit denen kein Protest in Castor-Sichtweite möglich ist, scheuen wir uns nicht, vor dem Verwaltungsgericht zu klagen“, erklärt Hanna Poddig von der Initiative Sofa Münster.

„Unverzügliche Räumung“ des Zwischenlagers Jülich eine Farce

Angesichts des polizeilichen Aufwands, der Probleme mit der maroden Infrastruktur und der Terrorgefahr wird die Ahaus-Option nach Ansicht der Anti-Atom-Initiativen zur Farce: „Nach zwölf Jahren Vorbereitung und einer bisherigen Transportgeschwindigkeit von einem Castor pro Monat ist die behördlich angeordnete `unverzügliche Räumung` des Jülicher Zwischenlagers eine Farce. Dies zeigt, dass es nicht um einen sinnvollen Umgang mit dem Atommüll geht“, sind sich die Vertreter_innen der Anti-Atomkraft-Initiativen einig.

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