Anfragen: Katastropenschutz bei Urantransporten

Foto: BBU

Anfragen an die Landräte der Kreise Borken und Steinfurt zum Katastrophenschutz bei Urantransporten

Unter Protest hat am Donnerstag (9.7.2020) wieder ein Sonderzug mit Uranmüll die Urananreicherungsanlage in Gronau (Kreis Borken) verlassen. Der Zug durchquerte zunächst den Kreis Steinfurt und fuhr dann von Münster weiter Richtung Amsterdam. Von dort soll der Uranmüll mit einem Schiff nach Russland verbracht werden. Im April hatte sich die Stadt Münster zum Schutz der Bevölkerung mit Nachdruck gegen derartige Atomtransporte ausgesprochen.

Jetzt hat sich das Gronauer Ratsmitglied Udo Buchholz mit zehn Fragen an die für den Katastrophenschutz zuständigen Landräte der Kreise Borken und Steinfurt, Dr. Zwicker und Dr. Effing, gewandt. Udo Buchholz vertritt im Rat der Stadt Gronau die parteiunabhängige Grün Alternative Liste (GAL) Gronau; er wohnt im Nahbereich der Urananreicherungsanlage.

In seinen Fragen an die Landräte erkundigt sich Buchholz danach, ob die Landräte und Hilfskräfte wie Feuerwehren, THW oder DRK vorab über den Uranmülltransport informiert waren, welche Löschmittel in welchen Mengen für den möglichen Brandfall in den Kreisen vorrätig sind und ob die Landräte die Stadt Münster in deren Ablehnung der gefährlichen Atomtransporte unterstützt.

Udo Buchholz hofft, dass er trotz der Ferienzeit zeitnah Antworten der Landräte bekommt.

Die Grün Alternative Liste (GAL) Gronau lehnt die umstrittenen Uranmülltransporte von Gronau nach Russland generell ab und Mitglieder der GAL beteiligen sich immer wieder an Protestaktionen. Die GAL Gronau hatte 2019 von NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart in Erfahrung gebracht, dass wieder Uranmüll von Gronau nach Russland transportiert wird. Grundlegend fordert die GAL Gronau die sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage, damit in ihr nicht immer weiter Uranmüll produziert wird, für den es keine sichere Entsorgungsmöglichkeit gibt.

Quelle: Pressemitteilung Udo Buchholz

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