Mittwoch (10.06) / Donnerstag (11.06.) neuer Castor Jülich-Ahaus?
Zwei-Wochen-Takt ließ sich nicht halten
- Mittwoch 18.30 Uhr: Raddemo ab Bahnhof Ahaus
- Mittwoch 19 Uhr: Mahnwachen in Jülich und Ahaus
Die Castor-Transporte sind über Pfingsten durch den großen Polizeieinsatz rund um das Klimacamp in Hamm offensichtlich aus dem Zwei-Wochen-Takt geraten. Anti-Atomkraft-Initiativen aus Jülich und dem Münsterland rechnen nun für diesen Mittwoch oder Donnerstag, 10./11. Juni, mit dem fünften Transport. Ob es dabei erstmals zu einem „Doppelpack“ mit zwei Castor-LKW kommt, ist unklar.
Aus Protest gegen die Fortsetzung des gefährlichen Atommüll-Wahnsinns auf den maroden Autobahnen von NRW rufen die Initiativen für jetzt Mittwoch, 10. Juni, um 18.30 Uhr erneut zu einer Fahrraddemo ab Bahnhof Ahaus auf. Die Demoroute führt durch die Innenstadt hinaus zum Zwischenlager und zur Castor-Autobahn A31. Um 19 Uhr starten Mahnwachen vor dem Forschungszentrum in Jülich sowie an der zentralen Castor-Kreuzung Schorlemer Straße/Schumacher-Ring in Ahaus. Im Bedarfsfall wird es auch am Donnerstag spontan weitere Mahnwachen und Protestaktionen geben. Die Polizei bemüht sich weiterhin, die Castor-Transporte so lange wie möglich geheim zu halten. Das hat bislang aber in keinem Fall funktioniert.
„In den ersten zehn Wochen ist es den bundeseigenen Atommüll-Betrieben in Jülich und Ahaus sowie der Polizei erst viermal gelungen, einen einzelnen Castor von Jülich nach Ahaus zu bringen. Hochgerechnet deutet dies auf eine Transportdauer von rund sechs Jahren hin. Es zeigt sich immer mehr, dass die angeblich kürzeste Variante für den Verbleib des hochradioaktiven Atommülls aus Jülich alles andere als kurz ist – und angesichts des immensen Polizeiaufgebots auch nicht kostengünstig. Nicht umsonst schweigen sich Bundes- und Landesregierung über die bisherigen Kosten für die vier Polizeieinsätze beharrlich aus. Wir werden unsere Proteste deshalb entschlossen fortsetzen, um auf die völlig ungelöste Atommüllentsorgung aufmerksam zu machen. Auch das Zwischenlager Ahaus ist ja nur bis 2036 genehmigt. Die Autobahntransporte sind eine reine Placebo-Aktion zur Täuschung der Öffentlichkeit“, so Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ in Jülich und Heiner Möllers von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ in einer gemeinsamen Erklärung.







