„Gefährliches Spiel“

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatte angekündigt, dass nach dem Aus für die Endlagerpläne in Gorleben ein Betriebsplan erarbeitet würde, um den ehemaligen Standort für die Lagerung hochradioaktiver Müll zurückzubauen und zu verschließen. Rund zwei Jahre, so die BGE, würde man dafür bestimmt brauchen.  

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Doch die CDU im Ostkreis Lüchow-Dannenbergs strebt eine Nachnutzung des Endlagerbergwerks in Gorleben an. Von einem Heilstollen unter Tage im Salz bis hin zu einem Wasserstofflager reichen die Vorschläge. Auf keinen Fall sollten die in Gorleben getätigten Ausgaben umsonst gewesen sein, die CDU möchte eine Debatte um die Nachnutzung anschieben.

Ideologische Gründe, so die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), seien es nicht, die hinter der BI- Forderung nach der Wiederherstellung einer „grünen Wiese“ stünden.

„Es gab in der Vergangenheit bereits Planspiele, was aus dem Bergwerk werden sollte, würde sich die Nichteignung des Salzstocks Gorleben-Rambow als Lager für hochradioaktive Abfälle herausstellen, erinnert die BI: „Eine mögliche Giftmülldeponie war im Gespräch. Auch die Einlagerung der Abfälle aus der havarierten Atommülldeponie Asse II nach deren Bergung wurde als kleineres Übel gepriesen.“  

Auf diesem Hintergrund sei die Offenhaltung des Endlagerbergwerks für welche Zwecke auch immer ein „gefährliches Spiel“, zumal völlig ungeklärt ist, wo die schwach- und mittelaktiven Abfälle aus der Asse II und die Abfälle aus der Urananreicherung in Gronau eines Tages deponiert werden, im Schacht Konrad bei Salzgitter dürfen sie nicht eingelagert werden.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke warnt: „Das Standortauswahlgesetz ist nicht in Stein gemeißelt. Der Bundestag kann es entsprechend modifizieren. Deshalb wollen wir kein Türchen offenlassen.“

(Quelle: Pressemitteilung BI Lüchow-Dannenberg)

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