Umstrittener Uranmülltransport in Amsterdam angekommen

Foto: BBU

Umstrittener Uranmülltransport aus der Gronauer Uranfabrik ist in Amsterdam angekommen.

Der Sonderzug mit Uranmüll, der am Dienstag (10.12.) unter Protest von der Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) Richtung Russland gestartet ist, ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (11./12.12.) in Amsterdam angekommen. Dort wird der Uranmüll auf ein Schiff verladen. Letztliches Ziel ist dann Russland.

Am Montag und Dienstag wurde vor der Urananreicherungsanlage, aber auch in rund 15 weiteren Orten in NRW sowie in den Niederlanden gegen den Uranmüllexport von Gronau nach Russland mit Mahnwachen, Flugblattaktionen und einer Abseilaktion demonstriert. Getragen wurden die Proteste von Bürgerinitiativen, von Greenpeace, vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und von weiteren Organisationen. Auch Mitglieder der parteiunabhängigen Wählergemeinschaft „Grün Alternative Liste (GAL) Gronau“ haben sich an den Protesten beteiligt. Im Sommer hatte die GAL mit einer Anfrage an den NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart aufgedeckt, dass wieder Uranmüll von Gronau nach Russland exportiert wird. Initiativen, Verbände und GAL fordern das Verbot des Uranmüllexeports und die sofortige Stilllegung der Gronauer Uranfabrik, damit dort nicht ständig weiterer Uranmüll produziert wird.

Mitglieder der GAL Gronau werden weiterhin darauf achten, ob und wann auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage erneut ein Sonderzug mit Uranmüll zusammen gestellt wird. Die GAL wird sich dann erneut an Protesten beteiligen.

Im Rat der Stadt Gronau hat GAL-Ratsmitglied Udo Buchholtz am Mittwoch (11.12.) nachgefragt, wann die Gronauer Stadtverwaltung, beziehungsweise die ehemalige Bürgermeisterin, erstmals über die neuen Uranmülltransporte von Gronau nach Russland, die wieder seit Mai 2019 erfolgen, informiert wurde. Bürgermeister Rainer Doetkotte sicherte Buchholz eine schriftliche Antwort zu.

In der Vergangenheit wurde bereits bis 2019 Uranmüll von Gronau nach Russland exportiert. Nach damaligen Protesten wurden die Transporte eingestellt.

(PM: GAL Gronau)

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