BBU: Geplanter Startschuss für die Fracking-Kommission ist ein Schlag ins Gesicht der Umweltbewegung

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Auf scharfe Kritik des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) sind die Pläne der Bundesregierung gestoßen, einen Beschluss über die Zusammensetzung der Fracking-Kommission herbeizuführen. Die Kommission soll vier Erprobungsvorhaben, bei denen die Fracking-Technik zum Einsatz kommen soll, begleiten. Damit würden nicht nur vier umweltzerstörende Projekte legitimiert. Es würde auch der Weg in Richtung der kommerziellen Förderung von Schiefergas weiter beschritten. Dies ist ein Schlag ins Gesicht der Umweltbewegung, die seit Jahren gegen die unbeherrschbare Risikotechnik kämpft. Der BBU fordert die Bundesregierung auf, auf einen Beschluss zur Besetzung der Fracking-Kommission zu verzichten und stattdessen einen Gesetzentwurf einzubringen, mit dem die Einsetzung der Fracking-Kommission endgültig aus dem Wasserhaushaltsgesetz gestrichen wird.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Die Einsetzung der Fracking-Kommission und ihre zukünftige Arbeit ist ein durchsichtiges Manöver, um der Bevölkerung das gefährliche Gasbohren schmackhaft zu machen. Diese Kommission aus sechs Personen, die überwiegend mit Vertretern frackingfreundlicher Stellen besetzt ist, soll der  Gasindustrie nun die Ungefährlichkeit der Technik attestieren. Damit nichts schief geht, sind in dieser Kommission weder  Umweltverbände noch andere zivilgesellschaftliche Akteure vertreten. Die Arbeit einer Kommission ist dabei völlig überflüssig. Bereits aus den USA ist bekannt, dass Fracking zu Grundwasserkontaminationen und Erdbeben führt. Der Austritt von Methan schädigt zudem das Klima. Statt einer Fracking- Kommission ist ein ausnahmsloses Fracking-Verbot notwendig.“

PM: BBU

 

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