Karfreitag, 15. April: Mahnwache in Jülich

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Enrichment Technology Company (ETC)

Beginn: 14 Uhr vor ETC

Zeitgleich startet der Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage Gronau um 13 Uhr mit einer Fahrrad-Demo am Bahnhof Gronau, um 14 Uhr beginnt dann die zentrale Kundgebung an der Uananreicherungsanlage.

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Der russische Angriffskrieg in der Ukraine bringt den Menschen dort unermessliches Leid und Tod. Die Bilder sind schrecklich, ganze Städte werden gerade zerstört, Millionen von Menschen müssen fliehen. Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Einmarsch und fordern den sofortigen Rückzug der russischen Truppen! Putin muss seinen Krieg sofort beenden!

Wir sind sehr alarmiert, weil auch die ukrainischen Atomanlagen Ziel von militärischen Angriffen der russischen Truppen sind und zum Teil schon besetzt wurden. Und in mehreren dieser Atomanlagen befindet sich von der Urenco in Gronau angereichertes Uran in den Brennelementen! Das war schon vor dem Krieg unverantunverantwortlich, aber von der alten GroKo geduldet – jetzt ist es eine nukleare Zeitbombe!

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Zudem ist die Urananreicherung schon immer ein Schlüssel zur Herstellung von Atomwaffen gewesen. Deutschland sichert sich mit dem Betrieb der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau und der Zentrifugen-Firma ETC in Jülich den Status einer stillen Atommacht – das führt uns immer weiter weg von einer zukunftsfähigen Friedenspolitik und hilft den Menschen in der Ukraine in keiner Weise.

Deshalb rufen wir für Karfreitag, 15. April, zu einer Mahnwache um 14 Uhr in Jülich am ETC auf.

Zeitgleich startet der Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage Gronau Um 13 Uhr mit einer Raddemo am Bahnhof Gronau, um 14 Uhr beginnt dann die zentrale Kundgebung an der Urananreicherungsanlage (Röntgenstraße).

Die zivile und militärische Nutzung der Urananreicherung lassen sich nicht trennen!

Neben dem Jülicher Forschungszentrum ist die Enrichment Technology Company (ETC)ansässig. Sie ist für die Erforschung und Entwicklung sowie den Bau der Gaszenrifugen zuständig, welche die Urananreicherung für Urenco in Gronau erst möglich macht!

ETC beliefert als Joint Venture von Urenco und der französichen Orano die beiden großen Atomkonzerne mit der zivil wie militärisch brisanten Zentrifugentechnologie.

Wir sagen ganz klar: Atomenergie ist weder zivil noch militärisch die Lösung, sondern verstärkt die sicherheitspolitischen Probleme enorm! Gerade die Urananreicherung schafft immer wieder neue Probleme in Krisengebieten und für nukleare Alptraum-Szenarien. Urenco beliefert zum Beispiel auch die Vereinigten Arabischen Emirate am Persischen Golf, aber auch die Rissereaktoren Tihange und Doel sowie bis 2011 den Fukushima-Betreiber Tepco. In den USA sucht man die Kooperation mit dem Pentagon.

Aufrüstung mit atomwaffenfähigen Tarnkappenbombern, Panzern unter anderem hilft der Ukraine nicht. Fossile Importe aus Russland finanzieren seit Jahren auch Putins Aufrüstung, deshalb fordern wir einen Importstopp. Wir brauchen eine dramatische Energiewende, weg von fossilen und nuklearen Energien – hin zu Erneuerbaren!

Das bedeutet auch die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlagen Gronau und Almelo sowie der Brennelementefabrik in Lingen.

Urenco (Gronau) beliefert ein Drittel des Weltmarktes mit angereichertem Uran. Mit der Zentrifugentechnologie lassen sich Atombomben bauen und europäische Militärstrategen gieren nicht nur in Hinterzimmern mit einer europäischen Streitmacht.

Wir fordern:

Verbot der Urananreicherung und Zentrifugenforschung! – Keine Inbetriebnahme des neuen Uranmülllagers in Gronau! – Sofortiger Stopp aller Uran- und Brennelemente-Exporte! – Vernichtung und “Entsorgung” aller Atomwaffen und Uranmunitions-Bestände! – Stopp aller Waffenexporte und Kriegsbeteiligungen! – Sofortige Stilllegung aller Uranminen und Atomanlagen weltweit!

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Uranlieferungen fördern keinen Atomausstieg und Waffenlieferungen keinen Frieden!

Förderung von gewaltfreien Ansätzen zur Konfliktlösung statt Wettrüsten!

stermarsch-gronau.de/

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