Gorleben ist tatsächlich raus

BGE schließt den bisherigen Endlagerstandort von der weiteren Endlagersuche aus.

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Pressemitteilung
Der Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) schließt den bisherigen Endlagerstandort Gorleben von der weiteren Endlagersuche aus. Den Ausschlag gaben neben den Ausschlusskriterien und den Mindestanforderungen laut BGE die Abwägungskriterien.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) reagiert dennoch verhalten auf diesen Bericht, denn eine Gleichbehandlung von Ton, Kristallin und Salzgestein sei nicht erkennbar, wenn von 90 Teilgebieten allein 74 auf Salz fielen.

„Wir hatten die klare Erwartung, dass Gorleben in dem neuen Suchverfahren wegen der geologischen Mängel herausfallen müsste, und zwar bereits im ersten Schritt “, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Datenfülle zu Gorleben sei im Gegensatz zu allen anderen Teilgebieten erdrückend. „Wenn nach über 40 Jahren nun ein Schlussstrich unter das Gorleben-Kapitel gezogen wurde, ist es eine Chance, das Suchverfahren wirklich unbelastet von den alten Querelen wissenschaftsbasiert und fair zu gestalten. Unsere Befürchtung, Gorleben als Rückfalloption aus politischen Gründen im Spiel zu halten, ist seit heute vom Tisch.“

Am 4. Oktober wird an den Atomanlagen in Gorleben dennoch demonstriert.

Ehmke: „Das wird keine Jubelparty. Wir bringen uns solidarisch weiter in das Endlagersuchverfahren ein. Im Anschluss an die Kundgebung werden wir die „Ehrenrunde“ rund um das Bergwerksgelände laufen, die uns bereits Peter Altmeier 2013 prophezeite, doch diesmal hoffentlich nicht als Verlierer und Spielball von Parteien- und Länderegoismen“.

Die Kritik am Suchverfahren sei damit nicht vom Tisch. Vor allem die Fachkonferenz Teilgebiete, in der alle betroffenen Regionen den BGE-Bericht unter die Lupe nehmen, böte keine Möglichkeit einer echten Mitbestimmung.  

(Quelle: Pressemitteilung Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.)

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